Kategorisierung von Stalkern

Um das Leben zu vereinfachen werden gerne Gruppen mit bestimmten Eigenschaften und Gemeinsamkeiten gebildet. Dabei werden Ausnahmen mindestens genauso oft übersehen wie Mischungen. Auch beim Stalking wurde versucht nach Motiven zu differenzieren.

Einige Forscher unterscheiden derzeit verschiedene Typen/ Gruppen von Stalkern, wie zum Beispiel:

 

  • Der Bekannte – Stalker aus dem persönlichen Umfeld – der Ex-Partner, nahe Verwandte, Bekannte, Arbeitskolleginnen und Kollegen oder Freunde, die durch die Verfolgung eine „Aussprache“, eine „Klärung“, eine „Aussöhnung“, eine „letzte Chance“ erreichen möchten.

 

  • Der Verliebte – Stalker, die in ihr Opfer verliebt sind. Sie versuchen eine engere Beziehung herzustellen. Oft nehmen sie gar nicht wahr, dass ihre Opfer diese Nähe und Beziehung gar nicht möchten.

 

  • Der Narzisst – Stalker, die versuchen einen Kontakt mit berühmten, attraktiven oder allseits bekannten Menschen zu erreichen. Sie selbst sind narzisstisch veranlagt und suchen eine Bühne dafür.  Sie neigen in der Regel zur Selbstüberschätzung. Daher können sie gar nicht verstehen, wenn ihre Opfer sie ablehnen. Diese Hilflosigkeit macht sie oft wütend.

 

  • Der Rächer – diese Stalker belästigen ihre Opfer, um ihnen Angst oder Schrecken einzujagen. Sie sind oft paranoid und verfolgen häufig Berufsgruppen wie Rechtsanwälte, Richter, Ärzte, Berater von denen sie denken, dass sie ihnen in irgendeiner Weise geschadet haben. Auch Zeugen, die eine Aussage gegen sie gemacht haben, sollen auf diese Art und Weise eingeschüchtert werden oder der Täter dürstet nach Rache.

 

  • Der Jäger – diese Stalker haben das Ziel, ihr Opfer zu jagen, tätlich anzugreifen und zu verletzen. Sie verfolgen ihre Opfer oftmals über sehr lange Zeiträume. Körperverletzungen, Vergewaltigungen oder Sachbeschädigungen sind in diesen Fällen häufig. Dabei geht es vorrangig darum,  immer die Kontrolle zu behalten -auch mit Gewalt.