Ärztliche Unterstützung

Lassen Sie sich frühzeitig ärztlich untersuchen!

Warum?
Viele Stalking-Opfer werden aufgrund des Stalkings krank. Dieser Prozess ist meist schleichend und die Auswirkungen werden mit der Zeit immer massiver. Meist beginnt es mit Selbstzweifeln, Schuldgefühlen und Angst. Dies nagt immer öfter an der Seele. Mit der Zeit leiden viel Opfer an Schlafstörungen, Depressionen, Panikattacken u.v.m.

Praxis-Tipps:
Ein guter Arzt kann die Leiden reduzieren. Damit steigert sich das persönliche Wohlbefinden der Opfer. Damit sind sie besser in der Lage mit dem Stalking umzugehen, als wenn sie gesundheitlich angeschlagen sind. Also, gehen Sie als Opfer rechtzeitig zum Arzt, schließlich geht es um Ihre Gesundheit.

Es ist wirklich unbedingt ratsam, sich seinem Arzt anzuvertrauen. Er kann die Betroffenen nicht nur medizinisch begleiten, er kann bei Bedarf auch ein Attest ausstellen, dass die Betroffenen schwer unter den Folgen von Stalking leiden. Dieses Attest kann wiederum vor Gericht – in einem Verfahren –  gegen den Stalker sehr hilfreich sein.

Die Rechtsprechung besagt: Stalking muss die Lebensgestaltung des Opfers schwerwiegend beeinträchtigen, damit es als Straftatbestand anerkannt wird. Während ein Rückgang sozialer Kontakte – weil sich das Opfer nicht mehr aus dem Haus traut – nur schwer zu belegen ist, sind ärztliche Atteste viel eher dazu geeignet diese Beeinträchtigung zu belegen.

Dabei ist darauf zu achten, dass die gesundheitlichen Folgen in einem direkten Zusammenhang stehen. Achten Sie daher bitte auch darauf, was mit Ihnen als Opfer geschieht, wenn welche Handlungen durch den Täter erfolgen und notieren Sie dies unbedingt.

Sorgen Sie auch bei diesen Aufzeichnungen für Sicherungskopien, machen Sie Kopien für die Akte des Arztes oder legen Sie diese z.B.  in ein Bankschließfach.